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Holster für Pistolen oder Revolver gibt es in unzähligen Varianten. Umgangsprachlich werden diese auch Halfter genannt. Das klassische Material war früher Leder. Neben Leder sind heute Cordura (Polyamide), Nylon oder thermoplastischer Kunststoffe (z.B. Kydex) als Waffenholster in Gebrauch.

Holster gibt es als "Universalholster" für verschiedene Waffen oder exakt an die Waffe angepasst. Je nach Modell, ragt die Waffe sichtbar aus dem Holster, es gibt aber auch Varianten, die die Waffe komplett verhüllen und mit einer Art "Lasche" umschließen.


"Schnellziehholster" halten die Waffe nur durch die Passform, oder sind wie eine Art Schlaufe aufgebaut. Andere Systeme, auch "Sicherheitsholster" genannt, benutzen einen entsprechenden Bügel, der nach vorne geklappt oder halten die Waffe am Abzug, der beim ziehen entriegelt werden muss. Bei wieder anderen Modellen wird die Waffe mit einem Gurt, welcher über den hinteren oberen Teil der Waffe führt, zusätzlich gesichert. Dieser sichert die Waffe vor Verlust und ist per Klett- oder Druckknopfverschluss zu verschließen.

Varianten:

Schulterholster, auch Achselholster genannt: Die Waffe wird unter der Achsel positioniert. Je nach Modell wird die Waffe nach vorne ( Griff zeigt in Gehrichtung, Lauf nach hinten) oder oben (Lauf zeigt auf den Boden) entnommen. Diese Variante erlaubt eine sehr verdeckte Tragweise. Geübten Schützen ist ein schnelles Ziehen dennoch möglich, gerade bei Holstern, bei welchen die Waffe "quer" unter der Achsel geführt wird.

Brustholster: Einem Schulterholster ähnlich wird die Waffe vorne in Brust- bzw. Bauchhöhe geführt. Kann über mehrere Gurte zur Justierung verfügen. Die einfachste Form verfügt über einen Gürtel oder Riemen, der diagonal über eine Schulter getragen wird. Auch ein Gürtelholster kann so umfunktioniert werden.

Bein- oder Oberschenkelholster: Auch Hüft- oder Tiefziehholster genannt. Das Holster wird in Höhe des Oberschenkels getragen. Je nach Ausführung mit ein oder zwei Gurten versehen, wird dieses am Oberschenkel befestigt. Das verhindert auch ein verrutschen beim ziehen. Diese Holster werden auch oft zusätzlich an einem Gürtel befestigt, es gibt aber auch Varianten, welche nur durch die Beingurte getragen werden. "Gunslinger" kennen diese Holster aus zahlreichen Western, wobei der "tief" getragene Revolver eine Erfindung Hollywoods ist. Üblicherweise wurden im Wilden Westen die Holster in normaler Gürtelhöhe getragen.

Gürtelholster: Hier kann das Holster an einem Hosengürtel befestigt werden, es kann aber auch ein separater Gürtel genutzt werden. Der Gürtel wird entweder durch entsprechende Öffnungen am Holster geführt oder mit einem Clip am Gürtel befestigt.

Innenholster: Diese werden meist mit einem Clip an der Hose befestigt und "in der Hose" getragen. Die Waffe ist nahezu verdeckt.

"Sportholster": Die Waffe wird in einer Art "Rucksack" geführt und ist nicht sofort erkennbar. Andere Versionen erlauben eine tragweise in einer Art Bauchtasche.

Waden-bzw. Knöchelholster: Diese Holster werden am Unterschenkel in der Nähe des Knöchels mit Beingurten befestigt. Für einige Modelle gibt es eine Möglichkeit, einen Beingurt knapp unterhalb des Knies aber noch über der Wade zu nutzen und das Knöchelholster mit einem nach unten führenden Gurt zusätzlich zu sichern.

BH-Holster (Bra-Holster): Diese Variante erlaubt das befestigen von kleinen Waffen an einem BH. Die Waffe befindet sich in einem Holster, welches zwischen den Körbchen mit einem Gurt befestigt wird.

Tragweisen: Die Pistolen oder Revolver werden üblicherweise mit Griff nach hinten auf der Seite der Schusshand getragen. Bei einigen Bein- oder Gürtelholstern ist der Ziehwinkel stufenlos einstellbar. Interessant sind Gürtelholster: Je nach Modell kann die Waffe entweder schräg nach hinten, senkrecht (rechtwinklig) oder schräg nach vorne auf der Schusshandseite getragen werden. Einige Gürtelholster sind so universell, dass sie beidseitig benutzt werden können. Andere Gürtelholster erlauben zwei Tragweisen: Auf der Hauptseite mit nach vorne geneigter Waffe, der sogenannten "FBI-Tragweise" bzw. "Cross Draw" auf der anderen Seite der Schusshand. Hier ist die Waffe nach hinten geneigt, der Griff zeigt nach vorne. Die Waffe wird quasi "überkreuz" gezogen vergleichbar mit der Nutzung eines Brust- oder Schulterhalfters. Es gibt auch Holster, welche am Gürtel über dem Gesäß befestigt werden, die Waffe ist dabei nahezu parallel zum Gürtel verstaut. Bei Brust- oder Schulterholstern wird die Waffe auf der anderen Seite der Haupthand geführt. Manche sind "höhenverstellbar".


Einige militärische Westen bieten die Möglichkeit, eine Pistole oder einen Revolver zu holstern. Oft sind an diesen unter anderem auch Taschen für die Aufnahme eines Fernglases, eines Messers und für Magazine vorhanden. Nicht selten bieten diese einen "Splitterschutz", was nicht gleichzustellen mit einer kugelsicheren Weste ist. Für Maschinenpistolen gibt es ebenfalls verschiedene Holster.

Das beste Holster gibt es nicht, jedes Modell hat Vor- und Nachteile. Einerseits soll das Holster einen schnellen Zugang zur Waffe ermöglichen und vor dem Verlust der Waffe schützen. Andererseits soll die Waffe bequem und ohne die Bewegung einzuschränken sicher geführt werden. Die Befestigung des Holster sollte auch nicht zu stramm sitzen, damit die Blutzirkulation nicht eingeschränkt wird. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Tragweise einer Waffe den Zugang durch Dritte erschwert oder unmöglich macht. Wichtig ist auch, dass das Holster entsprechend befestigt werden kann, ohne dass die Gefahr besteht, das Holster samt Waffe zu verlieren.



Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.August 2016 um 23:09 Uhr geändert.
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