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The Walking Dead (TV) Wiki

Interview A. Lincoln vom 28.10.2012

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Einleitung Bearbeiten

Zur dritten Staffel von The Walking Dead konnte Serienjunkies.de auf der New York Comic-Con Interviews mit einigen Vertretern von Cast und Crew führen. Den Anfang macht ein Gespräch mit Andrew Lincoln und Chandler Riggs, die zusammen das Vater-Sohn-Gespann Rick und Carl bilden.

Interview Bearbeiten

Wir sehen Carl in den ersten Episode sehr gereift und erwachsen. Wie war das für dich, Chandler?

Chandler Riggs:
Es macht sehr viel Spaß. Man kann von der ersten bis zur dritten Staffel definitiv einen Unterschied in Carls Verhalten sehen. Es ist, als würde man zwei verschiedene Charaktere spielen. Das hilft mir, als Schauspieler zu wachsen, vor allem wenn es dann an spätere Vorsprechen geht. Es ist also sehr cool und macht tierisch Spaß, weil ich mehr machen darf. Die Serie ist einfach fantastisch und es ist nicht nur meine Figur, die sich verändert. Rick verändert sich auch. Es wird zu einer düsterer Person.

Andrew Lincoln:
Ich werde batshit-crazy. Ja, ich glaube, dass Chandler recht hat. Veränderung ist das Schlüsselwort. Das Tolle an der Comicvorlage und das, was mich an der Rolle fasziniert hat, ist die Tatsache, dass die Figuren gar nicht anders können, als sich zu verändern und anzupassen. Denn sonst sterben sie. Das ist die Hölle, in der sie nun Leben. Für mich ist die Serie ein Familiendrama, das in der Hölle angesiedelt ist. Das habe ich diese Staffel bemerkt.

Wir alle gehen auf diese verrückte Reise - und deswegen ist der Zeitsprung auch wirklich gut für die Serie. Denn plötzlich werden die Zuschauer sagen 'Oh sie sind nun da angelangt!' Oder: 'Das ist also mit ihnen in den acht Monaten passiert.' Wir wissen, dass niemand gestorben ist. Und in dem ersten Teaser (also der ersten Sequenz der ersten Episode) ist eine Menge Information verpackt - und das ohne dass ein Wort gesprochen wird. Ich liebe das. Ich liebe es, wenn es still wird, denn die Welt muss still sein.

Als wir Carl das letzte Mal gesehen haben, hatte die Figur Angst davor, einen einzelnen Walker zu erschießen und nun, in der dritten Staffel, erschießt er sie ohne Gnade. Er ist sehr effizient dabei.

Andrew Lincoln:
Ja, das stimmt. Die Geschichte, die mich neben meiner eigenen am meisten fasziniert, ist die von Carl. Die Frage lautet: Was hat das Kind in den Kindersoldaten verwandelt? Denn das haben wir bislang noch nirgends gesehen, und es ist eine außergewöhnliche Geschichte. Geradezu brutal.

Es gibt einige Ereignisse, die in dieser Staffel passieren, die gewaltige Konsequenzen haben werden - und zwar für die Familie wie für die gesamte Gruppe. Und dieser Kerl (Anmerkung der Redaktion: Er zeigt natürlich auf Chandler) hat mir dabei unbändige Freude bereitet. Wir sind auf Gold gestoßen. (Chandler lacht beschämt.)

Es ist wahr! Ich muss mich verbiegen, um etwas zu erreichen, was ihm auf natürliche Weise gelingt. Zwischen den einzelnen Szenen spielt er ein Videospiel mit Schwertern und schaltet ab. Und dann, wenn es ans Eingemachte geht, ist er sofort wieder da. Darum geht es beim Schauspielern, um das Spielen.

Eine Qualität der Serie ist, dass die Figuren ständig unter Druck stehen und man deswegen nicht weiß, wohin sich die Figuren entwickeln. Ob sie einen „guten“ Weg einschlagen oder zur „böse“ Seite tendieren. Hat sie das auch an der Rolle und der Serie angezogen?

Andrew Lincoln:
Ja, die Veränderung spielt, wie gesagt, dort hinein. Und ich finde, es ist nicht so einfach, dass man sagen könnte, dass ein klarer Unterschied zwischen „gut“ und „böse“ besteht. Das ist so brillant am Comic. Denn dort gibt es keine klaren, eindeutigen Entscheidungen in dieser Welt.

Von einem moralischen Standpunkt aus, gibt es Entscheidungen, die die Figuren treffen müssen, die sich um Selbstschutz drehen. Ich sage immer, dass Rick die Leute um sich herum weg schubst und sich in und von der Gruppe isoliert. Vielleicht muss er in dieser Staffel einsehen, dass er auf die Hilfe von anderen Leuten angewiesen ist. Für mich ist das eine interessante Reise, auf der wir uns da befinden.

Außerdem gibt es da ja noch die Schwangerschaft. Das ist gruselig.

Andrew Lincoln:
Ich bin besorgt darüber, wer der Vater ist (lacht). Sarah und ich haben uns darauf geeinigt, uns für ein paar Episoden nicht direkt anzusehen. Wir wollten diese Kluft zwischen uns deutlich machen. Und es hat unsere Dynamik verändert. Denn jedes Mal, wenn ich sie sehe, glühe ich vor Scham und Schuldgefühl. Dann gibt es noch die tickende Zeitbombe, die das Baby darstellt. Das ist etwas, was uns zu einer fast selbstmordartige Mission zwingt und dafür sorgt, dass wir das Gefängnis einnehmen. Als Anführer verfügt er über die Gabe der Voraussicht. Er bemerkt, dass das eine Festung sein könnte, was wenigstens ein Stück weit Normalität bedeuten könnte.

Glauben Sie, dass es in dieser Welt einen Weg gibt, um herauszufinden, wer der Vater ist? Außerdem sorgt sich Lori ja, dass das Baby ein Zombie-Baby werden könnte.

Andrew Lincoln:
Ja, stell dir das mal vor! Das ist in der ersten Episode mit Hershel. Eine wunderbare Szene. Sie sagt, dass es sich nicht bewegt hat. Versetzt euch in die Lage. Die Angst und die Ungewissheit...Übrigens Sarah - schade, dass sie nicht hier sein konnte - ist großartig. Es ist toll, sie als diese kraftvolle Mutter-Figur zu sehen. Es ist toll, was sie in dieser Staffel abliefert.

ACHTUNG - SPOILER AUS DEM COMICBEREICH - LESEN AUF EIGENE GEFAHR

Ein Grund, warum Rick in der Comicvorlage düsterer und ernsthafter wird, ist, weil er eine Hand verliert. Denn der Governor schneidet ihm diese ab. Wird etwas ähnliches dem Rick aus der Fernsehserie passieren?

Andrew Lincoln:
Das kann ich Ihnen nun wirklich nicht verraten (lacht). Aber: Rick wird mit Sicherheit deutlich düsterer und verzweifelter werden. In der zweiten Episode sieht man einen eindeutigen und brutalen Wandel in ihm. Man könnte es fast mit Shanes Verhalten vergleichen. Weil er so isoliert und so kalt agiert, was seine zwischenmenschlichen Beziehungen angeht, und was auch so sein musste - für das Wohl der Gruppe. Es gibt einige Szenen, die sehr heftig und brutal waren. Gleichzeitig bin ich in den Writer's Room gegangen und habe gefragt, bis wohin Rick gehen kann, bevor er zerbricht. Das hätte ich besser nicht zu den Autoren gesagt (alle lachen).Man wird seine Grenzen in dieser Staffel kennenlernen, es war ein anstrengendes Unterfangen.

Im Comic hat Rick die Figur Tyreese als eine Art Stellvertreter oder Hilfssheriff an seiner Seite. Werden wir jemanden sehen, der die Position von Tyreese besetzt?

Andrew Lincoln (scherzt):
Wer ist Tyreese? Hast du von Tyreese gehört?

Chandler Riggs:
Vielleicht... Man weiß es nicht genau.

ENDE DES SPOILERS

Wie fügen sich die neuen Figuren in den Cast ein und wie ist das für Sie?

Chandler Riggs:
Ja, wir lernen diese Staffel die neuen Figuren Michonne und the Governor kennen, und Merle (Michael Rooker) ist auch wieder da. Es ist aufregend, neue Charaktere an Bord zu haben. Danai Gurira ist eine fantastische Schauspielerin und so eine coole Person.

Andrew Lincoln:
Und so bad-ass!

Chandler Riggs:
Ja! Das Schwert!

Andrew Lincoln:
Wir hatten da ein Erlebnis. Ich weiß nicht genau, welche Episode das ist. Aber wir sind beide Teil der Szene. Das ist die Szene, in der wir sie kennenlernen. Das ist eine echt coole Angelegenheit. Sie schlägt einem Zombie den Kopf ab und es ist das erste Mal, dass wir das sehen. Ich war in mein Spiel vertieft und alles was ich von Chandler gehört habe war:

Chandler Riggs:
...so cool! (alle lachen).

Andrew Lincoln:
Unsere Kinnladen fielen runter vor erstaunen. Das hängt aber auch damit zusammen, dass Greg Nicatero (Anmerkung der Redaktion: Der Mann, der für die Zombie-Requisiten zuständig ist) so großartige Arbeit leistet. Er hat so viele handgemachte Gags eingebaut. Man arbeitet also mit praktischen Effekten. Immer wenn man Jack mit einer Pumpe hantieren sieht, weiß man: 'Jetzt geht es rund!'(alle lachen).

Der Bodycount in der ersten Episode ist sehr hoch - wahrscheinlich der höchste, den man bisher zu sehen bekommen hat. Wird das in den kommenden Episoden ähnlich sein?

Andrew Lincoln:
So ziemlich. (alle lachen). Die Leute in der Requisite sind einfach genial. Zur ersten Episode kamen sie zu uns und sagten: „Es gibt mehr Zombie-Kills in der ersten Episode als in der gesamten ersten Staffel insgesamt.“ Sie haben sie gezählt, so aufgeregt waren sie darüber.

Wir wollten aber gleichzeitig die Geschichte erzählen, wie die Gruppe an diesen Ort gekommen ist, wie effizient sie geworden ist, wie alle aufeinander abgestimmt sind und dabei gleichzeitig so leise agieren. Das sind sie aber, weil es nötig ist, und weil sie so verzweifelt sind.

Was sind aktuell eure Lieblingsfernsehserie? Was ist auf eurem TiVo?

Andrew Lincoln:
Meine ist „Duck Dynasty“.

Wie bitte? Was ist das?

Andrew Lincoln:
Es ist die beste TV-Serie aller Zeiten (lacht). Sie spielt in Louisina und handelt von einer Redneck-Familie, die einen Enten-Ruf entwickelt hat. So ein „Quack! Quack“-Ding. Sie sind Milliardäre! Es ist absolut fantastisch! Es ist eine Serie über diese verrückte Familie, die auf Froschjagd geht, damit sie Froschschenkel essen kann. Es ist eine Reality-Show. Glaubt mir, schaut es euch an. Ich werde dem Konzept gerade nicht wirklich gerecht (alle lachen).

Chandler Riggs:
Ich mag „Ghost Hunters“. Es ist eine Serie auf SyFy. Ich durfte neulich einige der Geisterjäger treffen. Das sind echt coole Typen.

Andrew Lincoln:
Ist das echt? Was ist das für eine Show?

Chandler Riggs:
Ja, es ist echt. Sie haben alle dieses coole Equipment und machen sich auf Geisterjagd. Die Klienten wollen manchmal mit verstorbenen Familienmitgliedern Kontakt aufnehmen.

Andrew Lincoln:
Ich habe in einer Serie mitgespielt, die ähnlich ist. Sie hieß „Afterlife“. Das war eine sehr interessante Serie über ein Medium. Ich habe den Skeptiker gespielt, der gesagt hat, dass das alles nur Müll und Trickserei sei.

Interessant! Vielen Dank für das Gespräch!


Interview von Adam Arndt für serienjunkies.de


Dieser Artikel wurde zuletzt am 01.November 2015 um 16:02 Uhr geändert.
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